Herzlich Willkommen auf der Webseite des
Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in Sachsen

auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Aktivitäten des Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. informieren.

Kido

Das Albert-Schweitzer-Kinderdorf will Kindern ein neues Zuhause geben, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können.

 

Bis zu sechs Kinder leben mit Kinderdorfeltern und deren leiblichen Kindern zusammen in einem Haus des Kinderdorfes und gestalten miteinander als Familie den Alltag. Außerdem bestehen familiennahe Wohngruppen, die bis zu sieben Kinder aufnehmen können.

 

In den Kinderdorffamilien und Wohngruppen arbeiten fest angestellte Pädagogen und Hauswirtschaftskräfte. In Sachsen unterhält der Träger sechs Kinderhäuser und eine Außenstelle. Ein siebtes Haus steht derzeit leer und muss renoviert werden.

 

Alexa wird erwachsen

Alexa

Alexa war sieben Jahre alt, als sie mit ihrem jüngeren Bruder ins Albert-Schweitzer-Kinderdorf nach Steinbach kam. Dort lebten sie in einer Wohngruppe gemeinsam mit fünf weiteren Kindern. Nun wird Alexa 18 und der Tag des Auszugs naht. In einer Einliegerwohnung des Vereins trainiert sie das alleine Wohnen. Wie sich Alexa auf das Leben nach dem Kinderdorf vorbereitet und was ihre Pläne für die Zukunft sind, erzählt sie uns im Interview.

Wie geht es dir bei dem Gedanken, deine Kinderdorffamilie bald verlassen zu müssen?

Natürlich bin ich traurig, bald nicht mehr hier zu wohnen. Ich werde meine Erzieher und Dorfgeschwister unglaublich vermissen und so oft es geht besuchen. Aber vor dem Umzug an sich habe ich keine Angst. Ich wohne ja nun schon seit fast einem Jahr alleine in der Einliegerwohnung. Und vorher habe ich für ein Jahr allein die obere Etage unseres Kinderdorfhauses bewohnt. Ich konnte mich also schrittweise darauf vorbereiten und war irgendwann sogar froh, nicht mehr in dem Gewusel mit den anderen Kindern zu sein.

Wie kann man sich dein Leben in der Einliegerwohnung vorstellen? Musst du auch alleine einkaufen und Wäsche waschen?

Ja, das gehört alles mit dazu. Später hilft mir ja auch keiner. Wäsche waschen musste ich allerdings schon ab 14 Jahren im Kinderdorf. Wir werden von Anfang an zu Selbstständigkeit erzogen, damit uns der Schritt ins Alleine wohnen später nicht so schwer fällt.

Und wenn du einmal krank bist?

Dann gehe ich auch ganz alleine zum Arzt bzw. fahre mit dem Bus dahin. Ich habe auch fast alle Möbel in der Wohnung hier alleine aufgebaut und organisiere den Weg zur Arbeit selbst. Klar, wenn ich Hilfe brauche, kann ich jederzeit zu den Erziehern gehen. Aber ich denke mir immer: ‚Später muss ich es auch alleine schaffen.‘ Dieser Gedanke spornt mich unglaublich an.

Gerade absolviertest du dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Politik bei der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Möchtest du in diesem Bereich bleiben oder hast du andere Pläne für die Zukunft?

Ich würde sehr gern weiterhin dort arbeiten. Die Arbeit macht Spaß und die Menschen sind so unglaublich nett und aufgeschlossen. Als ich meinen Kollegen erzählt habe, dass ich in die Einraumwohnung des Kinderdorfes ziehe, haben sie mir sofort Möbel und andere Dinge angeboten. Davon habe ich liebend gern Gebrauch gemacht: Nun habe ich ein Regal im Badezimmer, einen Kleiderständer, einen Wasserkocher und auch neue Klamotten.

Aber, wie das eben so ist, das FSJ endet nach einem Jahr. Danach möchte ich eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in Dresden machen. Da mir zur Zulassung zu dieser Ausbildung aber ein Praktikum im Bereich Pflege gefehlt hat, mache ich vorher noch ein halbes Jahr meinen „Bufdi“, also den Bundesfreiwilligendienst, in diesem Krankenhaus.

Von dem kleinen Gehalt als Bufdi kannst du dir aber keine Wohnung in Dresden leisten.

Das stimmt, aber das Jugendamt hat mir hier schon Hilfe zugesagt. Die werden die Miete zumindest für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes tragen. Wie es dann weitergeht, muss ich sehen. Große Sorgen mache ich mir aber erst einmal nicht. Das einzige, wovor ich Bammel habe, sind Dinge wie Versicherungen, Strom, Internet … Dann sage ich mir aber: Es gibt immer einen Weg und andere Jugendliche in meinem Alter schaffen es schließlich auch.

Vernissage im Kinderzimmer

Holztitanic

Über ein Jahr hinweg hat der siebzehnjährige Tobias Kunstwerke gesammelt, die er in der Schule und im Kinderdorf gemalt, gebaut oder gebastelt hat. Nun ist es endlich soweit: Seine Ausstellung ist fertig und kann eröffnet werden. Zur Eröffnungsfeier hat Tobias einige Gäste eingeladen, die sich über eine persönliche Führung des Künstlers durch das Museum freuen dürfen. An der Zimmertür sind die Öffnungszeiten und der Name der Ausstellung zu lesen: „Museum der Bauwerke Dresden“. Am Eingang gibt er den Gästen Eintrittskarten aus, die er auch gleich abstempelt: „Wenn die Karten voll sind, kriegt man einmal Eintritt geschenkt“, erklärt Tobias.

Der Siebzehnjährige, der eine Schule für geistig Behinderte besucht, wohnt gemeinsam mit seinen beiden Schwestern in unserem Kinderdorf in Dresden. Die Exponate hat er nummeriert und beschriftet und über sein ganzes Zimmer verteilt: So gibt es etwa eine Stadt aus Holz und eine Autobahnbrücke und einen Tunnel, die er für seine Modelleisenbahnplatte gebaut hat. Der fröhliche Junge interessiert sich aber auch für andere technische Themen: Mehrere seiner Ausstellungsstücke beschäftigen sich mit Dampfschiffen, insbesondere der berühmten „Titanic“. Von dieser hat Tobias ein Holzmodell gebaut, das sogar mit Räucherkerzen betrieben werden kann. Die Titanic ist auch als Motiv einiger Bilder in der Ausstellung zu sehen. „Ich habe viele Bücher und Plakate von der Titanic angeguckt und sie dann in der Schule im Werken nachgebaut“, sagt Tobias. Doch die Titanic ist nicht das einzige komplizierte Bauwerk der Ausstellung: Gleich daneben ist ein aufwendig gestalteter Sportwagen aus Holz ausgestellt.

Tobias ist stolz auf sein Museum und arbeitet ständig an neuen Werken. Neugierige Besucher finden sich in der Kinderdorffamilie schließlich immer.

Wer kann helfen? Wir benötigen zehn Diensthandys!

Smartphone

Auch im Kinderdorf kommunizieren wir sehr viel mit Handys. Ob ein schnelles Austauschen der Erzieher und Bereichsleiter untereinander oder der Kontakt mit dem Fußballverein unserer Kinder: moderne Messanger-Dienste erleichtern unseren Berufsalltag enorm.

Da unsere derzeitigen Handys schon etliche Jahre auf dem Buckel haben und wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht unsere privaten Handys nutzen können, benötigen wir neue Diensthandys. Als gemeinnütziger Verein, der zum größten Teil von Spenden getragen wird, ist so eine Anschaffung jedoch eine sehr große und gut zu überdenkende Ausgabe.

Wer uns deshalb mit Smartphones unterstützen könnte, würde uns sehr unter die Arme greifen. Selbstverständlich müssen es keine hochwertigen, teuren Marken sein. Wichtig wäre nur, dass sie internetfähig sind.

Wer kann helfen? Sie erreichen uns unter verein@kinderdorf-online.de oder telefonisch unter der 0351/32035130.
 

 

Hochseilgarten Mittelteich-Bad Moritzburg lädt Kinderdorf zum Klettern ein

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„Komm, du schaffst das! Nur noch ein Stückchen – – – warte, ich helfe dir“, Oskar (9) klettert ein paar Meter zurück und streckt die Hand nach seinem kleinen Bruder Noel aus. Dem Siebenjährigen ist die wackelige Hängebrücke im Kinderparcours des Hochseilgarten nicht geheuer. Doch mit der Hilfe des großen Bruders überwindet er den schwierigen Teil des Parcours und ist danach wahnsinnig stolz auf sich. „Gleich nochmal!“, rufen die beiden Brüder, als sie eine Runde rum sind.

Kurz vor den Sommerferien fragten wir beim Hochseilgarten am Mittelteich an, ob unsere Kinder zu einem Klettertag vorbeikommen können. „Natürlich, sofort!“ antworteten die Betreiber und luden unsere Kinder nicht nur zum Klettern ein, sondern spendierten auch noch einen Mittagsimbiss für alle. Die Kinder freuten sich über die Einladung und starteten die zweite Ferienwoche in luftigen ein bis zehn Metern Höhe.

Dass man da auch mal über sich hinauswachsen muss, merken die Kinder, wenn es sehr wackelig wird. „Beim Klettern hat sowieso jeder ein anderes Tempo“, sagt ein Trainer der Anlage. „Bei dem Einen geht es fix, andere brauchen länger, weil sie vorsichtiger sind. Aber am Ende sind alle stolz auf sich, wenn sie den Parcours gemeistert haben.“ So ging es auch dem 17-jährigen Sebastian. Der Junge, der schon seit über zehn Jahren in unserem Kinderdorf lebt, ist geistig entwicklungsverzögert. Dennoch wagte auch er sich gemeinsam mit seinem Hausvater auf den 3 Meter-Parcours. „Sebastian braucht für alles ein bisschen länger“, sagt sein Hausvater. „Aber ich traue ihm das durchaus zu, er kriegt das hin.“

Tatsächlich ist das Klettern in so einem Hochseilparcours das perfekte Training zur Schulung der Feinmotorik und Konzentration. Aber auch die gegenseitige Rücksichtnahme und das Aufeinander aufpassen, sind elementare Bestandteile der Übungen. „Ohne Partner darf niemand höher als drei Meter klettern“, erklärt der Trainer. „Und dann müssen sich alle immer gegenseitig kontrollieren: ‚Ist mein Partner richtig gesichert? Ist der Weg frei? Braucht er Hilfe?‘ Ohne diese Dinge geht es nicht.“

Nach der Stärkung am Mittag mit Wienern und Weißbrot, haben die Kinder nur einen Wunsch: Gleich wieder hoch! So verging die Zeit wie im Flug.

Wir freuen uns sehr über diese herzliche Einladung und möchten uns noch einmal bei den Inhabern bedanken, die unseren Kindern diesen Tag ermöglicht haben! Von (Sach)spenden wie dieser lebt unser Kinderdorf. Menschen mit großem Herzen halten unsere Arbeit am Laufen. 

 

*Die Namen der Kinder wurden zu deren Schutz geändert.

Stadtchor Weißwasser besucht unser Kinderdorf

Chor

Schon zum vierten Mal besuchte uns der Stadtchor Weißwasser am Wochenende in Steinbach und zauberte unseren Kindern ein Lächeln ins Gesicht. Erst allein, später – als alle aufgetaut waren – gemeinsam, sangen die Kinder und der Chor Klassiker und Kinderlieder. „Wir kennen das Kinderdorf schon ganz lange“, sagt die Vereinsvorsitzende Kerstin Jebas. „Das erste Mal waren wir in den 90ern hier, da wurden die Häuser gerade gebaut.“

Der Stadtchor Weißwasser sorgt mit seinen musikalischen Besuchen nicht nur für Abwechslung im Kinderdorf – der Verein unterstützt uns auch regelmäßig mit Spenden. Auch an diesem Wochenende hatte die Vereinsvorsitzende noch eine Überraschung dabei: ein Gutschein für den Bücherladen Hugendubel. „Damit können wir unsere Bibliothek neu bestücken“, freute sich Sylvia Plättner, Geschäftsführerin des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Sachsen. Die Kinder bedankten sich beim Chor mit selbstgebackenem Kuchen.

Kinderdorf Kinderspielplatz Kind-Portrait

Helfen Sie mit …

Um den Kindern ein Zuhause geben zu können, ist viel nötig. Helfen Sie mit, unterstützen Sie uns bei der Arbeit. Jede Spende ist sehr Willkommen und wird dringend benötigt. mehr

DZI-Spendensiegel

DZI-Spendensiegel Dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. wurde das DZI-Spendensiegel zuerkannt